Seminare zum Personalvertretungsrecht

Unsere Seminare im Bereich Personalvertretungsrecht widmen sich nicht nur der professionellen Interessensvertretung der Beschäftigten, sondern beleuchten auch die Aspekte der Dienststelle, der Schwerbehindertenvertretung und der Gleichstellungsbeauftragten. Im Mittelpunkt steht die effiziente Zusammenarbeit von Dienststellenleitung und den Vertretungsorganen zum Nutzen aller Beschäftigten der Dienststelle.

Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement

Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement sind wichtiger denn je. Das hohe Tempo in der modernen Arbeitswelt und die Ansprüche an die Arbeitsqualität bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Gesundheit der Beschäftigten. Das Seminar stellt Konzepte und Instrumente für ein wirkungsvolles betriebliches/behördliches Gesundheitsmanagement vor. Dabei werden die rechtlichen Grundlagen der Prävention (einschließlich Fragen des Arbeitsschutzes und des Betrieblichen Eingliederungsmanagement) vermittelt und vertieft.

Seminarinhalte:

  • erhalten einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen vom Arbeitsschutz bis zum Gesundheitsmanagement
  • erhalten ein Verständnis über die Zusammenhänge von Arbeit und Gesundheit
  • erkennen die Hintergründe und auslösenden Faktoren der psychischen Belastungen
  • setzen sich mit den Zielen und Vorgehensweisen des Gesundheitsmanagements auseinander
  • erarbeiten Handlungsfelder des Gesundheitsmanagements
  • erfahren, wie Gesundheitsmanagement erfolgreich eingeführt werden kann
  • erhalten einen Überblick über die Struktur und Bausteine einer Dienstvereinbarung („KEVIA-Prozess“)
  • erhalten "Best-Practice-Beispiele" aus anderen Verwaltungen

Amtshaftung/Arbeitnehmerhaftung, Rückgriff im öffentlichen Dienst

Der Grundsatz „Jeder ist für sein Tun verantwortlich“ gilt auch im Arbeitsrecht und Dienstrecht der Beamten. Gemäß § 839 BGB haftet grundsätzlich primär der Beamte bzw. Arbeitnehmer selbst für von ihm verursachte Schäden. Beschnitten wird dieses Prinzip jedoch durch die Amtshaftung. Unter diesem Begriff ist die Schadensersatzleistung des Staates für ein rechtswidriges schuldhaftes Verhalten eines Beamten oder sonstigen Beschäftigten zu verstehen. Sowohl Für Personalverantwortliche ans auch für Personalratsmitglieder ist es wichtig, die relevanten Grundlagen der Beamten-/Arbeitnehmerhaftung und die Bedingungen der Amtshaftung im Falle eines Falles zu kennen. Alle notwendigen Kenntnisse werden Ihnen in diesem Seminar vemittelt.

Seminarinhalte:

  • Haftung der Beamten
  • Haftung der Arbeitnehmer
  • Amtshaftung nach Artikel 34 Satz 1 GG
  • Schadenshaftung im Innenverhältnis
  • Die Rolle der Personalvertretung
  • Überlastungsanzeige und ihre Folgen
    Wer haftet im Schadensfall nach erfolgter Überlastungsanzeige

Dienstunfähig! … und nun?

Das Seminar erläutert vor diesem Hintergrund die rechtlichen Aspekte rund um die Dienst(un-)fähigkeit im Beamtenrecht. Unter Einbeziehung der aktuellen Rechtsprechung werden ein rechtssicheres Vorgehen bei dem Verdacht von Dienstunfähigkeit von Beamtinnen und Beamten aufgezeigt und Alternativen zur „Zwangspensionierung“ dargestellt. Schwerpunkte bilden die Darstellung des Verfahrens in Bezug auf die amtsärztliche Begutachtung und die Möglichkeiten anderweitiger Verwendung.

Seminarinhalte:

  • Rechtliche Grundlagen des Begriffs „Dienstunfähigkeit“
    - Inhaltlich
    - Verfahren (auch Verhältnis zur „Beruflichen Eingliederung“ – BEM)
  • Bedeutung des ärztlichen Gutachtens
  • Rechtssichere Feststellung der Dienst(un-)fähigkeit
  • Folgen der festgestellten Dienstunfähigkeit
    - Rehabilitation vor Versorgung
    - „Suchpflicht“
    - Teildienstfähigkeit
  • Versetzung in den Ruhestand
  • Rechtsschutzmöglichkeiten der Betroffenen

Flexible Arbeitszeiten – moderne Arbeitszeitmodelle

Moderne Arbeitszeitmodelle sind auch in Behörden ein Muss. Mitarbeiter wünschen sich die Vereinbarkeit von Arbeit und Freizeit sowie ein familienbewusstes Umfeld, Bürgerinnen und Bürger die zeitliche Erreichbarkeit der Behörden. Eine Herausforderung, die es zu meistern gilt. Unser Seminar gibt Ihnen das notwendige Rüstzeug für eine ausgewogene Veränderung der aktuellen Arbeitszeit an die Hand.

Seminarinhalt:

  • Festarbeitszeit, gleitende Arbeitszeit, flexible Arbeitszeit
  • Begriffsdefinitionen
  • Rechtliche Rahmenbedingungen (EU-Richtlinie, Arbeitszeitgesetz, Teilzeit- und Befristungsgesetz, Tarifverträge, Arbeitszeitverordnungen, Dienstvereinbarungen, Arbeitsvertrag)
  • Arbeitszeitkorridor
  • Rahmenarbeitszeit
  • Arbeitszeitkonto
  • Anlässe für Arbeitszeitflexibilisierung
  • Formen flexibler Arbeitszeit
  • Der Weg zur flexiblen Arbeitszeit / Ziele
  • Instrumente der Arbeitszeitflexibilisierung
  • Kundenbedarfe
  • Möglichkeiten der Service-Verbesserungen
  • Was sind Service-Zeiten und deren Auswirkungen auf die Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter
  • Service-Versprechen
  • Flexible Arbeitszeit in der Form der Vertrauensarbeitszeit
  • Abschluss einer Dienstvereinbarung

Grundlagen des Personalvertretungsrechts

Das Seminar bietet eine Einführung in das Personalvertretungsrecht und zeigt anhand zahlreicher Praxis-Beispiele, wie einerseits eine effektive Interessensvertretung gestaltet werden kann, welche Pflichten der Personalrat hat, in personellen, organisatorischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten mitzuwirken, und andererseits wie die Zusammenarbeit von Dienststellenleitung und Personalrat zum Nutzen der Beschäftigten der Dienststelle effizient gestaltet werden kann.

Seminarinhalte:

  • Warum gibt es Personalräte?
  • Dienststelle – Personalrat und Dienststellenleitung
  • Aufgaben der Dienststellenleitung
  • Aufgaben des Personalrats
  • Beschlussfassung und Geschäftsführung des Personalrats
  • Zusammenarbeit mit der Dienststelle
    - Kooperation oder Konfrontation?
    - Durchsetzung der PR-Rechte, insbesondere des Informationsanspruchs im Streitfall
  • Formen und Verfahren der Mitbestimmung und Mitwirkung
  • Rechtsfolgen fehlender / unzureichender Beteiligung für die getroffene Maßnahme
    - Schlichtung / Einigung / vorläufige Regelung
    - nichtig / schwebend unwirksam / unbeachtlich

Der richtige Weg zur Dienstvereinbarung

Dienstvereinbarungen erleichtern die Personalarbeit. Als verbindliche Vereinbarungen mit der Dienststelle ermöglichen sie eine rechtswirksame und nachhaltige Regelung der Belange von Beschäftigten. Unser Seminar gibt Aufschluss, wie Sie Ihr Initiativrecht gewinnbringend nutzen und Ihr Regelungsziel erreichen.

Seminarinhalte:

  • Rechtliche Grundlagen für eine Dienstvereinbarung in Bund und Ländern
  • Bestandaufnahme des Vorhandenen und Bedarfsfeststellung
  • Entwicklung von Positionen und Verhandlungsstrategien
  • Erstellung eines Konzeptes und eines zeitlichen Fahrplans
  • Bildung eines Verhandlungsteams
  • Erarbeitung von Eckpunkten
  • Erarbeitung/Ausgestaltung und Verhandlung der Dienstvereinbarung
  • Informations- und Partizipationsstrategien
  • Ausführung/ Umsetzung der Dienstvereinbarung
  • Überprüfung der Wirksamkeit in Bezug auf Methoden, Maßnahmen und Ziele (Praxistest)
  • Nachsteuerungsbedarf

Gegeneinander oder Miteinander? – Personalvertretung, Schwerbehindertenvertretung, Gleichstellungs- / Frauenbeauftragte

In diesem Seminar wird Ihnen, unter besonderer Berücksichtigung der Wechselbeziehungen zwischen den Interessenvertretungen, die Kenntnis der rechtlichen Rahmenbedingungen und des Zusammenspiels von Personalrat, Schwerbehindertenvertretung und Frauen- bzw. Gleichstellungsbeauftragten vermittelt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der der Beteiligung in Auswahlverfahren.

Seminarinhalte:

  • Warum gibt es
    - Schwerbehindertenvertretungen?
    - Frauen- / Gleichstellungsbeauftragte?
  • Organisatorische Stellung innerhalb der Dienststelle
  • Verhältnis zum Personalrat
  • Allgemeine Rechte und Pflichten der Gleichstellungs- / Frauenbeauftragten
  • Allgemeine Rechte und Pflichten der Schwerbehindertenvertretung mit dem Schwerpunkt Betreuung und Eingliederung (schwer-)behinderter Menschen
  • Kündigung von Schwerbehinderten
  • Rechte und Pflichten von Schwerbehinderten im Auswahlverfahren
  • Beteiligung von Personalrat, Schwerbehindertenvertretung und Gleichstellungs- / Frauenbeauftragten im Auswahlverfahren